· Hauptsaat und Pflanzzeit. Nur mit frostempfindlichem Gemüse und Stauden die gerade blühen sollt man noch warten.
· Bodenpflege: Ein gesunder Boden ist die wichtigste Voraussetzung für kräftige und widerstandsfähige Pflanzen. Das wichtigste Bodenverbesserungsmittel ist der Kompost der mit seinem hohen Humusgehalt für alle Bodenarten geeignet ist (Ausnahme Moorbeetpflanzen). Ideal als Grunddüngung, 2 - 3 lt. Pro Quatratmeter reichen.
· Der Sauzahn lockert den Boden gründlich und schonend. Spaten und Grabegabel sind beim Pflanzen unverzichtbar.
· Bodenbedecken: Das Bedecken des Bodens zwischen den mehrjährigen Stauden und Blütensträuchern und auch im Gemüsegarten machen wir der Natur nach. Der Boden darunter bleibt feucht, Unkräuter keimen schlechter und wir können zusätzliche Düngung reduzieren. Der Regenwurm als unser nützlichster Mitarbeiter holt sich Nährstoffe aus der Mulchschicht in tiefere Bodenzonen und zersetzt und verteilt so die organische Masse. Gemulcht werden kann mit: Strohhächsel, Laub, Papier, Blätter wie Brennessel oder Beinwell, Rindenmulch, Rindenhumus, Grasschnitt, Aktivfaser aus Holz und Mulchfolien .
· Nützlinge in den Garten holen. In holen Holunderzweigen, Schilfrohrstängeln und Insekten - Nistkästen siedeln sich Wildbienen, Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und viele mehr an. Das sind wichtige Helfer bei der Schädlingsbekämpfung.
· Das beste Gießwasser ist Regenwasser und die Regentonnen können jetzt wieder aktiviert werden. Überprüfen Sie die Dichtungen an den Auslasshähnen. Tipp: legen Sie ein feinmaschiges Netz über die Tonne (z. B. Fliegengitter) dann gibt es keine Mückenplage. Das Netz soll das Wasser nicht berühren.
· Gestaltung: Frühjahrsblüher und Zwiebelblumen die schon jetzt blühen eignen sich sehr gut zur Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern die jetzt noch keine Blätter haben und viel Licht durchlassen. Nicht alle Gehölze eignen sich gleichermaßen für die Unterpflanzung, Möglichkeiten gibt es aber immer! Als gesunde Alternative bietet sich auch Bärlauch an, den man Von April an bis zu seiner Blütezeit im Mai ernten kann. Im lichten Schatten auf lehmig - feuchtem Boden fühlt er sich wohl, mit Farnen kombiniert hat man bereits eine pflegeleichte Unterpflanzung für die ganze Gartensaison.
· Gestaltung: Wenn sie eine freie Fläche haben oder ein neuebebautes Grundstück und weder Zeit, Idee noch Geld haben um es richtig zu gestalten dann empfiehlt sich die Ansaat von einjährigen Blumen und Gründüngungs Pflanzen. Schon nach wenigen Wochen haben Sie einen Garten voller Blüten und tun dem Boden auch noch etwas Gutes: Er wird gelockert, bedeckt, schützt den sonst offenen Boden vor Wildkräutern. Bevor dann im Herbst gepflanzt wird gemäht und das Schnittgut in den Boden eingearbeitet.
· Robuste Kübelpflanzen können schon ins Freie geräumt werden. Geschützt aufstellen, Vlies bereithalten um gegebenenfalls vor Nachtfrösten zu schützen. Ziegel, Styropor, Korkmatten oder ähnliches unterlegen um die Pflanzen vor Wurzelschäden durch kalten Boden zu schützen
· Engelstrompeten stark zurückschneiden, bestehende Verzweigungen an den Pflanzen belassen, sie blühen dadurch früher.
· Sonnenblumen können jetzt in Töpfen ausgesät werden auch als Ersatz für Kübelpflanzen. Man kann die Töpfe schon jetzt im Freien aufstellen
· Unterpflanzung für Kübelpflanzen - Hochstämmchen oder Immergrüne. Beim Umtopfen kann dauerhafte Unterpflanzung (z. B. kleinblättriger Efeu oder schwachwüchsige Bodendecker) dazugesetzt werden oder einjährige, saisonale Bepflanzung. Ein eingegrabener Plastiktopf kann als Platzhalter dienen und so können Primeln mit Sommerblumen und im Herbst mit Gräsern oder Zierkohl einfach und problemlos ausgewechselt werden.
· Aloe Vera entwickelt nur in der Sonne Ihre Heilkraft. Wenn Sie die Blätter ernten wollen, sollten sie ab Mitte Mai die Pflanze ins Freie stellen.
· Bei den Zwiebelblumen wie Tulpen und Narzissen die verwelkten Blüten abschneiden, die Blätter jedoch auf alle Fälle stehen lassen bis sie ganz verwelkt sind. Die Blumenzwiebel speichern so Reservestoffe für die kommende Saison.
· Frühjahrsblühende Sträucher wie Forsithie, Frühlingstamariske, Zierquitte und Ranunkelstrauch sofort nach der Blüte auslichten. Dabei jeweils die ältesten Triebe 5 cm über dem Boden abschneiden, ca. zwei Drittel der Hauptäste bleiben stehen und werden gar nicht oder nur leicht eingekürzt.
· Sommerblühende Sträucher wie Sommerflieder, Johanniskraut, Blauraute, Bartblume, und Rispenhortensie werden jetzt radikal einkürzt. Die Sträucher treiben neu durch und bilden an den jungen Trieben reichlich Knospen. Fingerstrauch, Polsterspiere und Besenheide stutzt man nur ca. alle 3 Jahre damit sie ihre kompakte Form behalten.
· Hortensien schneiden und dabei genau auf die Sorte achten. Bei Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), die je nach Bodenbeschaffenheit rosa bis blau blühen schneiden Sie nur die welken Blütenstände vom Vorjahr über dem ersten kräftigen Knospenpaar. Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) hingegen tragen ihre weißen Blütenbälle an der Spitze des einjährigen (in dem Jahr der Blüte gewachsen)Triebes und werden daher direkt über dem Boden geschnitten. Rispenhortensien ( Hydrangea paniculata)sind Sträucher die ihre Blütenkegeln an den in diesem Jahr gewachsenen Zweigen tragen. Man schneidet die Zweige um 1 - 2 Drittel der Länge zurück, lässt aber das Grundgerüst aus altem Holz stehen. Ein wunderschöner Strauch ist auch die Samthortensie (Hydrangea aspera ssp. Sargentiana) der kaum Rückschnitt braucht. Nur welke Blüten vom Vorjahr bis zum ersten starken Knospenpaar abschneiden.
· Staudenstützen anbringen. Hohe Stauden wie Rittersporn, Phlox, Pfingstrosen ect. Stehen sicherer wenn sie mit Stützen wachsen. Wird das System mit ringen oder
Gittern reschzeitig angebracht wachsen die Stauden gut ein und die Stützen sind fast unsichtbar. Eine gute Idee habe ich von England mitgebracht: verzweigte Äste die ohnehin beim Schnitt der Ziersträucher anfallen werden rund um die Stauden gesteckt und das obere Drittel nach innen geknickt. So wirken die Zweige außen wie Stützen und die umgeknickten oberen Teile wie ein natürliches Gitter durch das die Staudenstengel wachsen und so doppelten Halt finden.
· Mit den Jahren können Staudehorste wie bei Frauenmantel oder Storchschnabel (Geranium) so groß werden, dass sie die Nachbarpflanzen im Beet bedrängen. Am Besten gräbt man diese Horste aus und teilt sie mit dem Spaten,der Grabegabel oder mit der Hand in 2 - 3 Teile. Einen Teil mit guter Pflanzerde und einer Handvoll Hornspänen wieder einsetzen.
· Für die Auspflanzung von Nadelgehölzen ist April ein günstiger Monat.
· Primeln die im Vorfrühling geblüht haben und Balkon oder Terrasse schmückten, können jetzt ausgepflanzt werden und werden als mehrjährige Pflanzen im lichten Schatten Fuß fassen.
· Empfindliche Zimmerpflanzen an ein Ost - oder Westfenster stellen, viele Zimmerpflanzen vertragen die pralle Mittagssonne nicht.
· Rasenmähen. Wer einen grünen Teppich als Rasen haben will muss hart daran arbeiten. Die 2 wesentlichen Pflegemaßnahmen dabei sind MÄHEN und zwar 1 - 2 mal wöchentlich und DÜNGEN und das mindestens 3 mal jährlich mit Langzeitdünger. In Trockenperioden muss gegossen werden. Wie perfekt der Rasen ist, ist also eine Frage der Zeit, die dafür aufgewendet wird und Einstellungssache.
Wenn sie einige Wildkräuter im Rasen dulden (Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen) sollten Sie auf alle Fälle vor den Samenbildung mähen um weiteres Ausbreiten zu verhindern. Tiefwurzler wie Löwenzahn und Breitwegerich können ohnehin nur durch ausstechen oder Chemie in Schach gehalten werden.
· Vertikutieren: Wer Moos und Rasenfilz beseitigen will kann den Rasen vertikutieren sobald er abgetrocknet und einmal gemäht wurde. Dabei kämmt das Gerät mit vertikal rotierenden Messern die Grasnarbe durch. Danach muss nachgesät und gedüngt werden.
· Teich aus der Winterruhe wecken. Eisfreihalter aus dem Wasser nehmen und Teichpumpe einsetzen.
· Welke Pflanzenteile und altes Laub herausfischen.
· Zu groß gewordene Seerosen teilen.
· Pfirsichbäume während der Blüte schneiden
· Bei Kulturheidelbeeren ab dem 4 Jahr nach der Pflanzung alte Seitentriebe im unteren Teil der Sträucher herausschneiden. Als Unterpflanzung der Heidelbeern eignen sich Gartenpreiselbeeren sehr gut. Sie werden nur 20 - 40 cm hoch und haben die gleichen Bodenansprüche wie die Heidelbeeren. Im lichten Schatten fühlen sie sich besonders wohl.
· Weinstöcke erst pflanzen wenn sich der Boden erwärmt hat.
· Erdbeeren mulchen. Auf einer Strohunterlage faulen Erdbeeren nicht so schnell und Unkraut kommt nicht hoch.
· Den Boden unter den ausdauernden Gewürzkräutern wie Salbei und Thymian lockern und mit Kompost versorgen. Kürzen Sie die Triebe um ca. 1/3 und putzen Sie Vertrocknetes aus.
· Für eine frühe Ernte die Gemüsebeete mit Gartenvlies abdecken , sie sorgen für optimales Klima. Zusätzlich schützen sie die jungen Pflanzen vor Schädlingen wie Läuse, Schnecken, Gemüsefliegen und weiteren Schadinsekten.
· Wenn Sie den ganzen Sommer über Salat ernten wollen sollten sie zeitlich versetzt aussähen. Richten Sie sich dabei nicht nach dem Kalender sondern nach dem Entwicklungsstand des vorher ausgesäten Pflänzchens.
· Umtopfen:
Alle gesunden Laubbäume die Sie noch nicht umtopfen konnten, sollten Anfang März ein neues Pflanzgefäß erhalten. Wenn sich an Wurzeln und Knospen noch kein Wachstum erkennen lässt, warten sie noch etwas zu. Die neuen, umgesetzten Pflanzen dürfen keinem starken Frost oder austrocknenden Winden ausgesetzt werden. Am besten bringen Sie die Bäumchen in einen Schuppen oder ein Treppenhaus unter. Erst wenn sich die Knospen öffnen braucht der Baum Licht. Sobald sie wirklich austreiben muss der Baum ins Freie.
Drahten sie frisch umgepflanzten Bäumchen während der ersten 3 oder 4 Wochen nicht. Gegen Ende des Monats können sie mit dem Umtupfen von Wacholdern und Kiefern beginnen.
· Schnitt:
Laubbäume können geschnitten werden, sobald die Knospen zu wachsen beginnen. Daran sehen sie, dass sie nur lebende Zweige stehen lassen. Alle Wunden werden versiegelt. Gleichzeitig können sie auch feine Ästchen ausdünnen, damit der Baum im kommenden Sommer nicht zu üppig wird. Schneiden Sie dabei bis zu einem Trieb oder einer Knospe zurück, die in die erwünschte Wuchsrichtung weisen.
· Drahten:
Laubbäume sollten gedrahtet werden bevor die Knospen austreiben. Sollten sie bereits knospen, müssen sie besonders vorsichtig vorgehen um das Wachstum nicht zu stören. Falls Sie auch feien Äste drahten, müssen sie den Baum vor Wind und Frost schützen, bis sich die Knospen öffnen. Zwischen drahten um umtopfen liegen 3 Wochen.
· Gießen:
Der Boden soll immer leicht feucht sein. Vor allem frisch umgetopfte Bäume dürfen nicht zu nass stehen. Bei starken Niederschlägen werden sie von oben abgeschirmt.
· Düngen:
Frisch umgetopfte Bonsais dürfen erst gedüngt werden, wenn sich die Knospen öffnen. Bäume, die dieses Jahr nicht umgesetzt werden könne etwas Fisch- oder Knochenmehl erhalten.
· Allgemein:
Prüfen sie die Erdoberfläche der Bäume die in diesem Jahr nicht umgetopft werden. Dabei entfernen sie totes Moos und verkrustete Erdschichten und füllen neue Erde auf. Kiefern und Wacholdern suchen sie nach roten Spinnmilben und Blattläusen ab. Beide Arten können, besonders Bäume die im Winter geschützt standen, befallen sein. Säen sie gekaufte Samen aus.
· Gartenkräuter:
Einjährige Kräuter wie Dill, Boretsch, Rukola, Kerbel, Kresse, und Portulak können jetzt ins Freiland gesät werden. Zweijährige wie Petersilie, Kümmel und Löffelkraut werden auch neu gesät. Petersilie
keimt sehr langsam und liebt feuchten, humosen, durchlässigen Boden. Jedoch soll die Petersilie nicht jedes Jahr am selben Platz ausgesät werden. Fruchtwechsel für gutes Gedeihen ist notwendig!
Winterheckenzwiebel, Schnittlauch, Chinesischer Lauch kann in klimatisch begünstigten Regionen schon geerntet werden.
· Mischkultur mit Gemüse:
Nicht vergessen: Michkultur ist wichtig und hält Gemüse und Boden gesund. Besonders Bohnenkraut und Bohnen, Dill und Gurken, Tagetes und Petersilie wären hier ein Beispiel.
· Wildkräuter:
Auch ausserhalb des Gemüse- und Kräutergartens kann man Gewürzkräuter und Wildgemüse ernten:
Gundelrebe, Girsch, Löwenzahn, Brennesseln, Vogelmiere - alles was man im Garten als "Un"kraut verteufelt, schmeckt in Wahrheit ausgezeichnet und besitzt viele sehr gesunde Inhaltsstoffe.
Einfach junge, frische Blätter sammeln, fein schneiden und über Salate oder in Aufstriche geben!
Auch ist jetzt Bärlauchzeit.
Achtung: große Verwechslungsgefahr mit der Herbstzeitlose! Diese beiden Pflanzen wachsen in den Auen unmittelbar nebeneinander.
Beim Sammeln von Bärlauch bitte sich NICHT auf den typischen knoblauchartigen Geruch verlassen. Nach einigen
Minuten sammeln ist dieser Duft überall an den Händen und ist dies kein eindeutiges Erkennungszeichen mehr.
Die Herbstzeitlose kommt in Büscheln aus der Erde, hingegen kommen die Blätter des Bärlauchs einzeln aus der Erde.
Die Blätter der Herbstzeitlose glänzen auch auf der Rückseite. Die Blätter des Bärlauchs nicht.
Ebenso zeit der Bärlauch auf der Rückseite eine ausgeprägtere Mittellinie auf.
Bei Unsicherheit bitte nicht sammeln. 3 Blätter der Herbstzeitlose sind für einen Menschen tödlich.