DER GARTENKALENDER

            Juli



Allgemeines

· Gestaltung: Sollten Sie das Glück haben, einen ausgewachsenen Baum auf Ihrem Grundstück zu haben, machen Sie daraus einen "Sommersitzplatz". Machen Sie Fotos vom Schattenwurf und beginnen Sie den Boden vorzubereiten.

· Auch in naturnahen Gartenanlagen kann es in Hitzeperioden notwendig sein einige Pflanzen zu gießen. Stellen Sie einen Regenmesser in ihrem Garten auf, damit können sie kontrollieren wie viel Niederschlag tatsächlich gefallen ist. Es ist viel besser nur alle paar Tage, dann aber ausreichend (20 Liter pro m2) zu gießen. Die Erde wird so tiefer durchfeuchtet und die Pflanzen bilden ein weit reichendes Wurzelwerk und können so Trockenperioden leichter überstehen.

· Regenwasser ist ideal für Pflanzen. Es ist weich und temperiert. Damit sich Mücken in der Regentonne nicht vermehren können hilft abdecken mit Fliegengitter.

· Gießen Sie, wenn überhaupt nötig, in den Morgenstunden und nie auf die Blätter der Pflanzen. Unter gemulchtem Boden bleibt die Erde länger feucht.

· Vogeltränken im Garten katzensicher aufstellen. Singvögel sind besonders während der Brutzeit auf Wasserstellen in der Nähe der Nester angewiesen.

· Letzte Düngegaben sind im Juli möglich damit die nachwachsenden Triebe noch genug Zeit haben um auszureifen und genügend frosthart zu werden.

· Rasenschnitt vor dem kompostieren trockenen lassen oder mit Stroh mischen.

· Unkraut jäten, dabei Wurzelunkräuter nicht sofort auf den Kompost werfen, die würden dort weiter wachsen.

· Schnecken bekämpfen.


Kübelpflanzen

· Blattläuse auf sanfte Art entfernen. Sind erst einige Triebspitzen befallen kann man ganz wegschneiden. Mit einem starken Wasserstrahl sind viele Läuse abzusprühen, aufpassen muss man dabei nur, dass die Pflanze nicht beschädigt wird. Halten Sie Ameisen fern und düngen Sie nicht zu viel.

· Die meisten Kübelpflanzen müssen jetzt jeden Tag gegossen werden. Mit Staunässe haben sie aber ein Problem, vor allem Pflanzen in Übertöpfen ohne Abzugslöcher können leicht im Wasserbad stehen, die Sauerstoffzufuhr wird unterbinden und die Wurzeln beginnen zu faulen. Eine Ausnahme bildet der Oleander, ihm gefällt etwas Wasser im Untersetzer.

· Unkräuter wachsen auch in den Töpfen der Kübelpflanzen. Eine Schicht aus Kies, Blähtonkuglen oder Dekorinde verhindert das Aufkommen von Sämlingen.

· Wenn sich bei Kübel- oder Balkonpflanzen die Blätter gelblich verfärben, die Blattadern jedoch grün bleiben deutet das auf Eisenmangel hin. Versorgen Sie die Pflanzen mit flüssigem Eisendünger, beachten Sie dabei, das Eisen am besten in leicht saurer bis neutraler Erde von den Pflanzen aufgenommen werden kann.

· Kakteen im Sommer regelmäßig gießen. Obwohl sie Trockenkünstler sind brauchen sie in der Wachstumszeit ein- bis zweimal wöchentlich eine Wassergabe. Dabei niemals die Pflanze selber sondern nur die Erde gießen.


Ziergarten

· Sommerflieder gute Nahrung für Schmetterlinge, nicht jedoch für Ihre Raupen??

· Bartiris auch Schwertlilien genannt, (Iris barbata) nach der Blüte die abgeblühten Stengel abschneiden. Iris können jetzt geteilt werden wenn sie von der Mitte her verkahlen. Dazu gräbt man die Pflanze aus und teilt sie mit einem scharfen Messer vom Mittelstück ab. Blätter auf 10 cm einkürzen und Wurzeln anschneiden. Beim Einpflanzen die Standortansprüche bedenken: trockener, durchlässiger Boden in voller Sonne.

· Hortensien können jetzt mit Stecklingen vermehrt werden. Von einem kräftigen, nicht blühenden Trieb wird ein Stück mit 2 - 3 Blattpaaren direkt unter einem Blattknoten abgeschnitten. Die untersten Blätter werden entfernt, die anderen eventuell halbiert. So werden die Stecklinge in Anzuchterde gesteckt, schattig und feucht gehalten. Nach 2 - 3 Wochen haben die Triebe angewurzelt und können umgepflanzt werden. Aug die gleiche Art können jetzt auch Stecklinge von Buchsbaum, Liguster, Lavendel usw. gemacht werden.

· Blütenstauden nach der Blüte zurückschneiden. Viele Stauden werden dadurch zu einer 2. Blüte angeregt.

· Samen ernten: Vor allem bei Pflanzen mit Wildcharakter wie Akelei, Fingerhut, Jungfer im Grünen, Stockrosen, Mohn usw. können jetzt Samen geerntet werden. Samen kühl und trocken lagern und gut beschriften.

· Aussaat von Zweijährigen wie Fingerhut, Goldlack, Bartnelken, Muskateller-Salbei, Islandmohn, Stiefmütterchen oder Stockrosen. Sie bilden bis zum Herbst kräftige Jungpflanzen und werden im darauf folgenden Jahr blühen.

· Wenn Sie Ihre Balkonblumen nicht mit Langzeitdünger versorgt haben sollten Sie regelmäßig wöchentlich bis vierzehntägig mit Flüssigdünger düngen. Verblühtes auspflücken


Zimmerpflanzen

· Urlaub ohne Gieß-Stress. Für ein bis zwei Wochen Urlaub im Jahr eignen sich auch einfache Bewässerungsvarianten wie Tropfkegel aus Ton oder Baumwolldochte die aus einer Gießkanne ihr Wasser beziehen. Wenn Sie öfter unterwegs sind bietet sich eine Zimmerpflanzen Kultur in Seramis oder Hydrokultur an.


Rasenpflege

· Den Rasen im Sommer nicht zu kurz mähen, die Schnitthöhe von 4 -5 cm reicht. So spenden die Halme der Erde Schatten und sie trocknet nicht so sehr aus.


Teich

Wenn der Wasserspiegel im Teich zu sehr zurückgeht muss nachgefüllt werden. Die Pflanzen in der Sumpfzone sind sonst gefährdet.


Obst und Beeren

· Erdbeeren vermehren. Im Hausgarten ist es üblich Erdbeeren 3 - 4 Jahre zu kultivieren. Die Früchte werden im Laufe der Jahre zwar kleiner aber dafür mehr. Von gesunden, ertragreichen Sorten lässt man an einer Ranke 1 - 2 Kindl anwurzeln und pflanzt diese zwischen Ende Juni und August um. Gedüngt werden Erdbeeren erst im September. Wer keinen Garten hat kann Erdbeeren auch in Töpfen ziehen. Beachten Sie dabei dass Erdbeeren immer einen sonnigen, windgeschützten Platz brauchen und es nicht gerne nass haben. (Fl 5-94). Alle Ausläufer von Gartenerdbeeren die nicht zum Vermehren genutzt werden sollen abgetrennt werden.

· Stachelbeeren nach der Ernte pflegen: die ältesten Triebe über dem Boden abschneiden und Dünger in den Boden einarbeiten.

· Brombeeren ernten und die abgeernteten Triebe im Herbst abschneiden.

· Fallobst bei Äpfeln und Birnen entfernen.

· Rückschnitt beim Wein im Hausgarten. Alle Triebe die keine Trauben angesetzt haben werden eingekürzt oder ganz abgeschnitten. Die vorhandenen Früchte haben so mehr Nährstoffe und Licht zur Verfügung.

· Sommerschnitt bei Kiwis. Wie beim Wein werden nicht fruchtragende Triebe abgeschnitten und Zweige mit Früchten 6 - 8 Blätter nach der letzten Frucht eingekürzt.


Gemüsegarten

· Angetrockneter Rasenschnitt als Mulch zwischen den Gemüsereihen hält den Boden länger feucht und bewahrt ihn vor Verkrustung

· Kräuter an einem trockenen Tag am besten am späten Vormittag ernten und im Schatten trocknen lassen.

· Busch- und Stangenbohnen bekommen mehr Standfestigkeit wenn die Pflanzen rundherum mit Erde angehäufelt werden. Sie bilden auch mehr Wurzeln und sorgen so für bessere Versorgung und danach für bessere Ernte.

· Zucchini schmecken am besten wenn sie jung geerntet werden (ca. 20 cm). Die Zucchinipflanze bildet durch die regelmäßige Ernte viele weitere Früchte. Lässt man hingegen eine Zucchini sehr groß werden, wachsen kaum kleine Früchte nach.

· Auf abgeerntete Beet, die nicht mehr genutzt werden kann man Gründünger säen. So bleibt der Boden nicht offen, Unkraut wird in Schach gehalten und bei richtiger Auswahl der Samen bekommt der Boden eine "Kur".


Bonsai



· Schnitt Wunden heilen bis Mitte August schnell. Zu starker Schnitt fördert erneute Triebe, die sich bis zum Herbst nicht mehr voll entwickeln können. Noch immer können Sie Jins und Sharis gestalten.

· Ausschnitt Ausbrechen junger Triebe ist jetzt nicht mehr so wichtig. Nur Wacholder wächst noch kräftig weiter. Blattschnitt ist in diesem Monat nicht mehr angebracht.

· Drahten Neu angebrachte Drähte an Laubbäumen zeigen erst im kommenden Jahr, wenn der Baum wieder weiterwächst, einen Effekt. Koniferen hingegen können Sie jetzt noch gut drahten - besonders Wacholder.

· Gießen Die Bäume "trinken" noch genausoviel wie im Juli. Ausgetrocknete Töpfe müssen sich gründlich vollsaugen können. Wenn die Erde fest geworden ist, steht das Wasser an der Oberfläche und läuft an den Seiten ab, ohne die Erde zu durchtränken. Wenn das geschieht, stellen Sie lieber den ganzen Topf für eine halbe Stunde ins Wasser.

· Düngen Geben Sie in den ersten Wochen nur noch wenig Stickstoff, in der letzten Woche gar keinen mehr.

· Allgemein Entfernen Sie Unkraut, absterbende Blätter und unerwünschte Triebe. Prüfen Sie die Bäume auf Schädlinge. Kiefernzweige, die Sie drahten möchten, entnadeln Sie vorher. Nehmen Sie noch weiter Stecklinge. Abmoosen ist nur bis Anfang August sinnvoll. Für größere gestalterische Eingriffe durch Schnitt ist es jetzt zu spät, denn die entstehenden Triebe wären bis zum Winter noch nicht kräftig genug.