· Gestaltung: "Jedes Beet braucht ein Motto". Ob Sie ihr Beet ihrer Lieblingsfarbe widmen oder einer bestimmten Jahreszeit oder einer Vorlieb für eine bestimmte Pflanze das Thema bestimmt ist egal. Versichern sie sich nur, dass die Standortansprüche (Bodenbeschaffenheit, Licht, Wasser) für die Pflanzen auch passen, sonst ist eine Enttäuschung vorprogrammiert. Beweisen sie Mut und Humor. Sie haben jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst die Möglichkeit wieder in die Gestaltung einzugreifen und umzupflanzen.
· Wenn Sie Hecken oder Bäume pflanzen halten Sie ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück. Schneiden Sie Äste die über Ihren Zaum ragen ab, so vermeiden Sie unnötigen Streit.
· Staudenbeete in denen der Boden bedeckt ist müssen kaum gegossen werden weil das Wasser aus dem Boden nicht so schnell verdunsten kann. Auch im Gemüsegarten bewährt sich eine dünne Mulchschicht aus Grasschnitt wenn man die Schnecken im Griff hat. Wenn gießen, dann richtig: es ist besser einmal pro Woche gründlich zu wässern als jeden Tag nur ein bisschen. Ist nur die Oberfläche feucht würden auch die Wurzeln knapp unter der Oberfläche sein und schon im Laufe eines heißen Tages vertrocknen. Durch durchdringendes gießen wo Wasser auch in tiefer Schichten sickert hat man wieder Vorrat für einige Tage geschaffen.
· Brennnesseljauche ist ein wirksamer Dünger. Brennnessel in einem Kübel mit Wasser ansetzen, zudecken, sonnig stellen, täglich umrühren - nach 1 - 3 Wochen, wenn die jauche nicht mehr schäumt ist sie fertig und soll verdünnt (1:10) angewendet werden. Eine handvoll Gesteinmehl bindet den Geruch während der Gärung.
· Nematoden, das sind mikroskopisch keine Fadenwürmer die an Pflanzenwurzeln saugen, sind ein Grund für "Bodenmüdigkeit". Rosen die nicht wachsen wollen, Erdbeeren mit welken Blättern und "beinige" Karotten sind ein untrügliches Zeichen dafür. Eine Bodenkur mit Tagetes sind einen Versuch wert, wenn man keine Möglichkeit hat Fruchtwechsel zu betreiben. Tagetes mindestens 100 Tage wachsen lassen.
· Unkraut jäten. Wurzelunkräuter wie Giersch oder Gundermann mit der gesamten Wurzel entfernen, sonst treibt aus jedem Teilstücke eine neue Pflanze. Die Pflanzen auch nicht sofort auf den Kompost werden - ihre widerstandfähigen Wurzeln vermehren sich dort munter weiter. Flächen mit Wurzelunkräutern nie fräsen oder hacken, so vermehrt man die Pflanzen ganz wunderbar. Es hilft abdecken mit schwarzer Folie (ganzer Sommer) oder chemischer Unkrautvernichter wie Round up.
· Kübelpflanzen können noch - und auch wenn sie blühen - bis zur Sommersonnenwende umgetopft werden. Solange die Tage länger werden treiben die Pflanzen und auch die Wurzeln sehr stark. Da kann ein Umtopfen notwendig werden. Ab Ende Juli lässt das Wachstum nach.
· Ein regelmäßiger Schnitt sorgt dafür das Hecken dicht wachsen und grün bleiben. Achten Sie beim Schneiden darauf, dass Hecken oben schmäler sind als unten, damit alle Pflanzenteile genug Licht bekommen. Die Schneidarbeit gelingt besser, wenn zuerst die Seiten und dann die Oberseite geschnitten werden. Eine gespannte Schnur hilft die richtige Höhe zu halten. Entdecken Sie Vogelnester im Inneren der Hecke, verschieben Sie die Arbeiten bis die Jungvögel ausgeflogen sind.
· Containerpflanzen, das sind Pflanzen die in Töpfen gezogen wurden, können jederzeit gesetzt werden. Am besten entwickeln sich die Pflanzen, wenn Sie in ihrer Ruhephase gepflanzt werden und bis zur erhofften Blüte / zum erhofften Wachstum genügend Zeit haben Feinwurzeln auszubilden.
· Verblühte Stauden wie Frauenmantel, Geranium, Lupinien zurückschneiden. Bei manchen Arten erreicht man so eine Nachblüte im Herbst.
· Die Blumenwiese kann gemäht werden. Das Schnittgut etwas antrockenen lassen und dann wegräumen.
· Ende des Monats ist Schnitttermin für Hecken.
· Die Rosen nach der Blüte mit organischem Dünger versorgen. Verblühtes über dem nächsten 5-teiligen Blatt abschneiden.
· Auf brachliegenden Flächen kann immer noch gesät werden. Ringelblumen, Sommerblumen oder Gründüngung verhindern Unkrautwuchs und sehen hübsch aus.
· Rhododendron sollt man zwar möglichst ungestört wachsen lassen, wenn er zu groß wird kann man ihn aber auch nach der Blüte zurückschneiden. Setzen Sie die Schere auf gewünschter Höhe knapp über dem nächsten Seitentrieb an. Beachten sie dabei die natürliche Wuchsform die erhalten bleiben soll. Im Jahr nach dem Schnitt wird der Rhododendron weniger blühen. Vergreiste, kahle Rhododnren können auch auf 40 - 50 cm Höhe zurückgeschnitten werden, bis zur nächsten Blüte wird es dann aber 2 Jahre dauern.
· Akeleien, Glockenblumen und alle Zweijährigen säen sich von selbst aus wenn man sie Blütenstiele nach dem verblühen nicht abschneidet. Manche Zuchtformen kommen dann allerdings in veränderter Form und Farbe wieder.
· Rosen kommen mit Stauden als Begleitung viel besser zur Geltung. Beachten Sie bei der Pflanzung von Rosenbegleitern die Farbe, den Blühtermin aber auch die Bodenansprüche. Den oft gepriesenen Lavendel als Begleiter sollte man nicht mitdüngen und er muss auch trockener haben als die Rosen.
· Wer seine Rosen aufmerksam betrachtet, kann Sie auch mit sanften Mitteln gesund halten. Stärkungsmittel aus Ackerschachtelhalm oder Knoblauch sollen stärkend helfen, die Nützlinge sollen auch eine Chance bekommen indem man nicht gleich mit der chemischen Keule alle Insekten vernichtet.
· Ginster (Cytisus scoparius) verträgt einen starken Rückschnitt. Die Äste 10 cm über dem Boden abschneiden, dann wächst er buschig und trägt im nächsten Jahr viele Blüten. Bei alten Sträuchern etwas vorsichtiger auf 50 cm schneiden.
· Welke Fliederblüten entfernen damit sich keine Samen bilden und den Strauch Kraft kosten.
· Staudenbeete mulchen, damit der Boden nicht so rasch trocknet und das Bodenleben aktiviert wird.
· Die neuen Austriebe von Kletterrosen festbinden. Werden Triebe in die Waagrechte gebracht treiben sie an jedem Auge neu aus und der nächste Blütenflor wird überwältigend.
· Wenn Gräser ca 10 cm hoch sind ist die Zeit zum Augraben, umsetzen oder teilen. Dazu ganz einfach zu groß gewordene oder von innen verkahlende Hoste ausgraben, mit dem Spaten teilen.
· Gestaltungstipp mit Kräutern: nicht nur im Beet sondern auch als Einfassung am Beetrand sind Kräuter gut geeignet: Petersilie, Schnittlauch, Lavendel, Salbei, Ysop oder Thymian, um nur einige zu nennen. Als zusätzlichen Vorteil verströmen aromatischen Duft und können regelmäßig geerntet werden.
· Polsterstauden wie Seifenkraut, Polsterphlox oder Schleifenblume nach der Blüte um ca. die hälfte einkürzen. So bleiben sie buschig und verbreiten sich nicht unmäßig.
· Viele Zimmerpflanzen fühlen sich im Freien wohl. Achtung vor direkter Sonneneinstrahlung.
· Disteln im Rasen kann man nur mit ausstechen bekämpfen wenn man seinen Rasen auch barfuss betreten will. Mit einem langen Messer mitsamt den tiefen Wurzeln herausschneiden. Dasselbe gilt auch für Löwenzahn und Wegerich.
· Im Frühsommer, wenn das Gras schnell wächst stellt sich die jährlich wiederkehrende Frage: Wohin mit dem Rasenschnitt? Wird er nur "pur" auf einen Haufen geschlichtet fängt er an zu faulen und zu stinken. Wenn sie das frische Material mit trockenem Stroh mischen funktioniert das kompostieren wieder. Beschleunigen können Sie den Prozess, wenn Sie Kompoststarter oder halbreifen Kompost in dünnen Schichten dazwischenstreuen.
· Wenn das Teichwasser sich nun endgültig erwärmt hat kann noch gepflanzt werden. Für den Teich nur nähstoffarme Erde verwenden. Keine gedüngten Erden oder Kompost.
· Wenn der Wasserspiegel im Teich gesunken ist und kein Regen erwartet wird sollten Sie Wasser nachfüllen. Dabei keinen Schlamm aufwirbeln.
· Algenwachstum ist in dieser Zeit noch ganz normal, die Wasserpflanzen wachsen noch nicht so stark und brauchen die Nähstoffe des Wassers noch nicht auf. Fischen Sie Algen regelmäßig ab. Kontrollieren Sie den Fischbesatz und nehmen Sie Fische aus dem Wasser wenn die Population überhand genommen hat. Setzen Sie sauerstoffspendende Unterwasserpflanzen ein. Wasserwechsel hilft immer nur kurzfristig, ein natürliches Gleichgewicht kann sich nie einstellen.
· Ribisel und Stachelbeeren nach der Ernte schneiden. Düngen.
· Anfang Juni fallen plötzlich viele Äpfel und Birnen von den Obstbäumen. Das ist kein Grund zur Sorge, das sind Früchte, die der Baum ohnehin nicht ernähren könnte. Wenn sie anschließend auch noch auf 2 Früchte pro Fruchtstand reduzieren können Sie im Herbst großes, aromatisches Obst ernten.
· Holunderblüten für Saft, Gelee oder Nachspeise ernten.
· Himbeeren aufbinden und zu dichten Austrieb aus dem Wurzelstock ausreißen.
· Brombeeren aufbinden, Seitentriebe auf 3-4 Blätter einkürzen
· Rhabarber Ernte noch bis 24. Juni, danach haben die Stiele einen hohen Gehalt an Oxalsäure und die Pflanze muss wieder zu Kräften kommen. Eine Düngegabe hilft dabei. Wenn Ihnen eine reiche Ernte im nächsten Jahr wichtig ist, dann schneiden Sie die Blütenrispen ab. Kommt es nicht so sehr darauf an lassen Sie eine der weißen Blütenrispen stehen. Mit seinen großen Blättern und den imposanten Blüten macht sich Rhabarber auch im Staudenbeet oder am Teichrand gut. Zum Teilen bis September warten. · Auch die Spargelernte endet mit 24. Juni, danach braucht die Pflanze eine Ruhephase. · Gemüse nicht morgens ernten. Einige Gemüsesorten wie Salat, Spinat und Radieschen speichern Stickstoff in Form von Nitrat. Dieses Nitrat wird durch Licht abgebaut und so empfiehlt sich eine Ernte erst gegen Mittag. Nitrat wird im menschlichen Körper zu gesundheitsschädlichem Nitrit umgewandelt. Diese Gemüse nur sparsam düngen! · Tomaten anbinden und Seitentriebe entfernen (auseizen) · Rosenkohl (Kohlsprossen) muss Mitte Juni gepflanzt werden und hat eine sehr lange Entwicklungszeit. Mit frischen Gemüse werden Sie zwischen Oktober und Dezember belohnt.
· Umtopfen
Jetzt kann nur noch chinesischer Wacholder umgetopft werden. Er muss anschließend sonnen- und windgeschützt aufgestellt werden. Andere Bäume, die für ihre Töpfe zu groß geworden sind, sollten vorsichtig, ohne die Wurzeln zu verletzen, in größere Schalen gepflanzt werden.
· Schnitt
Sie können Kiefern und Fichten jetzt schneiden. Zunächst kommen die kleineren Zweige an die Reihe, später im Monat die kräftigeren. Auch Laubbäume können Sie jetzt schneiden. Sie bilden aber oft viele Triebe um die Wunde.
· Ausschnitt
Kann nicht schaden! Manche Baumarten legen gegen Ende des Monats eine leichte Wachstumspause ein. Kurz darauf wachsen sie um so kräftiger weiter. Die neuen Triebe werden immer länger, wenn man sie nicht zurückschneidet. Koniferen können immer wieder leicht ausgezwickt werden. Bei kräftigen Laubbäumen mit inzwischen hartem Laub kann ein Blattschnitt erfolgen.
· Drahten
Formen Sie nach Belieben alles, was Ihnen optisch richtig erscheint. Alter Draht sollte jetzt geprüft und gegebenenfalls erneuert werden. An Laubbäumen sind wahrscheinlich bereits viele gedrahtete Zweige in der neuen Position fest geworden.
· Gießen
Gießen Sie mindestens einmal täglich. Vergessen Sie nicht, dabei auch die Blätter zu besprühen (nicht bei starker Sonneneinstrahlung, damit sie nicht verbrennen!).
· Düngen
Regelmäßige Düngung mit einer guten Mischung ist angebracht.
· Allgemein
Auch jetzt können noch Schädlinge und Krankheiten auftreten. Halten Sie die Pflanzenschalen unkrautfrei. Bäume, die bis Ende Mai noch kein Wachstum zeigen, können Sie aufgeben. Prüfen Sie die ganze Pflanze samt Wurzel genau. So lernen Sie, warum sie abgestorben sein könnte. Jetzt ist die beste Zeit zum abmoosen. Neue Sämlinge werden in Töpfe gesetzt. Sie können jetzt weitere Stecklinge abnehmen.