· Im Mai können auch empfindliche Kübelpflanzen und frostgefährdete Gemüse und Kräuter ausgepflanzt werden. Die Auswirkungen des Kleinklimas macht jetzt den Unterschied. Vor allem in geschützten Hanglagen gibt es schon seit Jahren keine Spätfröste zu den Eisheiligen mehr.
· Mit dem anfallenden Rasenschnitt den Boden zwischen Gemüsepflanzen und in Stauden- und Ziersträucherbeeten bedecken (mulchen). Aber Achtung: Auch die Schnecken lieben feuchten Rasenschnitt, daher nie zu dick auftragen.
· Auch das Unkraut beginnt kräftig zu wachsen. Beim Jäten fällt viel Material für den Komposthaufen an.
· Im Mai beginnt auch die Zeit auf Pflanzenjagd in Baumschulen und Gärtnereien. Aber auch die Zeit sich Schaugärten und Privatgärten anzusehen und Ideen zu sammeln. Überdenken Sie vor der Umgestaltung die Folgewirkungen: Macht mir die Umgestaltung nach Fertigstellung mehr oder weniger Arbeit? Ist der Standort der Richtige für die Pflanzen die ich setzen möchte? Kann ich es pflegen oder brauche ich Hilfe?
· Schneckenbekämpfung mit allen zur Verfügung stehenden Mittlen.
· Gegen Schädlinge mit Bedacht vorgehen. Vor allem während der Obstblüte keine bienengefährlichen Spritzmittel verwenden.
· Kranke und mit Pilzen befallene Pflanzenteile nicht kompostieren sondern mit dem Restmüll entsorgen. Die Pilzsporen überdauern in der Erde und können beim Ausbingen des fertigen Kompostes die nächsten Pflanzen befallen.
· Trockenmauern
· Die letzten, empfindlichen Kübelpflanzen werden ins Freie geräumt. Niemals sofort in die direkte Sonne stellen, die Gefahr von Blattverbrennungen ist zu groß. Entweder zuerst schattig stellen oder mit Gartenvlies schattieren. Erste Düngegaben mit organischem Flüssigdüngern.
· Denken Sie bei der Bepflanzung von Balkon und Terrasse nicht nur an Blüten. Auch Duftpflanzen und Kräuter sind eine Bereicherung. Zusätzlich zum Duft können die Blätter von Melissen, Ananassalbei, Zitronenthymian usw. auch geerntet, gekocht bzw. getrocknet werden. Winterharte Pflanzen können Sie im Herbst in den Garten setzen.
· Blumenkästen und Blumenampeln brauchen vor allem: beste Erde, Dünger (Langzeitdünger der den ganzen Sommer über wirkt ist eine einfache und effiziente Methode) und immer genug Wasser. Die Investition in Gefäße mit Wasserspeicher lohnt sich bei Neuanschaffungen sicherlich. Nun müssen nur mehr die richtigen Partner in den Topf und die Balkonsaison ist eröffnet.
· Bewässerungssystem montieren. Wenn Sie auch nur 2 Tage verreisen wollen und niemand um die Hilfe beim Gießen bitten können, empfiehlt es sich das Bewässerungssystem rechtzeitig auszuprobieren, damit es nach dem Urlaub keine bösen Überraschungen gibt.
· Kakteen können nach den Eismännern ins Freie. Sie müssen in der ersten Zeit sehr gut gegen direkte Sonneneinstrahlung geschützt werden, sie bekommen sonst unweigerlich Sonnenbrand.
· Rosen gab es früher ganz einfach in jedem Garten. Sie wurden geschnitten, gehegt und gespritzt und wieder gespritzt und wieder. Seit immer mehr Gartenfreunde die Chemie aus Ihren Gärten weglassen ist anfänglich die Zahl der Rosenfreunde geschrumpft denn ohne das regelmäßige spritzen standen die Rosen ziemlich kahl da. Neue Sorten wurden gezüchtet die auch ohne Pflanzenschutzmittel erfolgreich gepflegt werden können. Rosen mit dem ADR - Zeichen habe eine mehrjährige Prüfphase durchlaufen und Sorten von höchster Qualität.
· Keine Panik bei Blattläusen. Mit den jungen Trieben kommen oft auch die ersten Blattläuse. Man kann sie mit der Hand entfernen oder ein nützlingsschonendes Präparat spritzen oder ganz einfach etwas abwarten, die ersten Blattläuse sind auch gleichzeitig das erste Futter für ihre Feinde. Verbünden Sie sich mit den Feinden Ihrer Schädlinge, mit Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und Co. - schaffen Sie es, für diese Insekten gute Lebensbedingungen zu schaffen, dann haben Sie die besten Mitstreiter im Kampf gegen Schädlinge auf Ihrer Seite.
· Stauden und Rosen stützen. Organischen Dünger ausbringen.
· Viele Sommerblumen können noch bis Mitte Mai gesät werden
· Zweijährige Pflanzen wie Königskerze, Fingerhut, Marienglockenblumen und Goldlack säen. Sie bilden in diesem Jahr nur eine Blattrosette und werden erst im nächsten Jahr blühen. Der große Vorteil: viele von den Zweijährigen säen sich in Folge von selbst aus und man genießt ohne weiteres Zutun jedes Jahr die schönen Blüten.
· Verblühte Tulpenblüten abschneiden, die Blätter stehen lassen. Alle Zwiebelblumen düngen, sie sind nach der Blüte erschöpft und brauchen Kompost, Hornspäne oder Langzeitdünger damit sie im nächsten Jahr wieder kräftig blühen.
· Rankhilfen für Kletterpflanzen rechtzeitig vorbereiten.
· Bei Formschnittgehölzen kann man ab Mai mit dem schneiden und formieren beginnen.
· Wenn Ihre Kletterrosen noch klein sind und der Rosenbogen nackt aussieht können Sie mit einjährigen Kletterpflanzen Abhilfe schaffen. Gut eignen sich Prunkwinden, Schwarzäugige Susanne, kletternde Kapuzinerkresse aber auch Prunkbohnen, die nicht nur hübsche rote Blüten und später die begehrten Käferbohnen bieten sondern mit ihren Wurzeln auch noch den Boden mit Stickstoff düngen.
· Frischgepflanzte Immergrüne Gehölze wie Rhododendron, Kirschlorbeer, Buchsbaum usw. vor direkter Sonneneinstrahlung schützen solange sie noch nicht eingewachsen sind.
· Zimmerpflanzen in Sommerfrische auf Terrasse oder Balkon stellen. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
· Für Wasser und Sumpfpflanzen ist jetzt die beste Pflanzzeit.
· Wenn sich das Wasser schnell erwärmt und die Pflanzen noch klein sind können sich Algen durch Nährstoffüberschuss bilden. Das ist eine ganz normale Erscheinung, Sie sollten die Algen regelmäßig abschöpfen damit sie nicht absinken, sich zersetzen und so wieder Nähstoffe nachliefern.
· Bewegen Sie das Teichwasser mit Hilfe einer Teichpumpe. Ob Wasserfall, Sprudelstein oder Fontäne - das Teichwasser reichert sich so mit Sauerstoff an und hilft dem natürlichen Gleichgewicht des Teiches. Solarbetriebene Teichpumpen haben weniger Leistung, reichen aber für kleinere Wasserbewegungen aus. Die Pumpen nahe der Wasseroberfläche platzieren damit sich das kühlere Wasser aus der Tiefe nicht zu sehr erwärmt und wieder den Algenwuchs unterstützen würde.
· Brombeeren rechtzeitig aufbinden damit die Ernte erleichtert wird. Versorgen Sie die Pflanze mit einer 5 cm dicken Schicht aus Kompost oder verrottetem Stallmist dann ist keine weitere Düngung nötig.
· Vorgezogene Gemüsepflanzen werden jetzt ausgepflanzt. Kartoffeln und Zwiebeln stecken.
· Bohnen und Kürbisse säen.
· Petersilie keimt nur langsam, damit man nicht vergisst wo man ihn ausgesät hat kann man eine schnellkeimende Saat (z. B. Radieschen) daneben säen. Petersilie jedes Jahr an einem anderen Platz aussäen und nie neben Kopfsalat.
· Zuckermais und Stangenbohnen eignen sich gut als Schutz für windempfindliches Gemüse wie Paprika, Gurken und Melonen.
· Rhabarber Blätter nicht abschneiden sondern vorsichtig aus dem Ansatz herausdrehen. Nicht mehr als 1/3 der Blätter auf einmal ernten.
· Seitentriebe an Tomaten so früh als möglich ausbrechen.
· Umtopfen
Anfang April sollten alle Bäume umgetopft sein. Einzige Ausnahme ist der Chinesische Wacholder, der auch noch im Frühsommer umgetopft werden darf. Andere Arten werden nur in Notfällen, z.B. bei beginnender Wurzelfäule, zu anderen Zeiten umgetopft.
· Schnitt
Sie können jetzt noch Bonsais beschneiden - allerdings nicht mehr die Laubbäume. Für Kiefern und Fichten ist es noch zu früh. Alle toten und absterbenden Zweige sollten sofort geschnitten werden, damit Krankheiten nicht auf den ganzen Baum übertragen werden.
· Drahten
Koniferen können Sie jetzt vorsichtig drahten, ohne die neuen Triebe zu beschädigen. Bei Laubbäumen können Sie die feinen Äste ebenfalls vorsichtig umwickeln. Größere Zweige, die Sie früher noch nicht in Form gebracht haben, drahten Sie jetzt.
· Feinschnitt
Brechen Sie große Kiefern-Kerzen aus - zuerst die kleineren, eine Woche später die größeren. Auch bei Fichten und Wacholder ist jetzt der Schnitt fällig. Frühe Triebe an Laubbäumen werden auf zwei oder drei Knospen zurückgeschnitten. Unerwünschte Knospen zwicken Sie ab, damit sie nicht unnötig Kraft verbrauchen.
· Gießen
Die Bäume wachsen nun kräftig und müssen zumindest einmal täglich gegossen werden - möglichst nicht in voller Sonne. Gleichzeitig können Sie auch die Blätter besprühen.
· Düngung
Nachzügler erhalten jetzt einen Extraschuss Stickstoffdünger, die anderen bekommen die übliche ausgewogene Düngermischung. Düngen Sie keine Bäume, die noch kein neues Grün zeigen, besprühen Sie sie aber täglich.
· Allgemein
Schädlinge sind jetzt besonders aktiv. Untersuchen Sie die Bäumchen täglich und handeln Sie im Bedarfsfall sofort. Ulmen-Arten vertragen keine mit dem Gießwasser aufgenommenen Insektizide und Fungizide. Sonnenempfindliche Arten wie Ahorn, Azaleen und Weißbuche sollten in lichtem Schatten aufgestellt werden. Bedenken Sie auch, dass selbst Ende April noch mit Spätfrösten zu rechnen ist. Entfernen Sie Unkraut und Moose mit langen Wurzeln aus den Pflanzschalen. Schneiden Sie jetzt Stecklinge.