DER GARTENKALENDER

            Oktober



Allgemeines/Gestaltung



· Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze, Bäume, Hecken usw.

· Im Oktober ist der Boden noch warm genug für die Anlage von ganzen Beeten. Die Stauden und Sträucher wachsen bis zum Winter gut ein und treiben im Frühjahr bereits mit voll entwickelten Wurzeln durch.

· Kompostplätze zweckmäßig anlegen und schön gestalten. Für die Anlage des Kompostplatzes eignet sich besonders gut eine abgeschirmte Ecke des Gartens. Wichtig ist, dass die Zugangswege breit genug sind und auch bei Nässe gut begangen werden können. Ein Strauch (Holunder) im Hintergrund spendet Schatten, eine immergrüne Hecke aus Liguster oder Kirschlorbeer schirmt die "Erdfabrik" vom Nachbargrundstück ab. Weniger Grundfläche brauchen Flechtzäune oder Rankgerüste mit Kletterpflanzen wie duftendes Geißblatt, Clematis oder die schattenverträgliche Kletterhortensie. Einjährige Kletterpflanzen wie Kapuzinerkresse oder Kürbisse wachsen schnell, füllen Lücken am Zaun und beschatten im Sommer die Kompostbehälter. In der Nähe eines Gartenhäuschens ist der Kompostplatz immer gut untergebracht, dort können gleich die nötigen Werkzeuge (Häcksler, Durchwurfgitter, Schaufel und Spaten) gelagert werden. (Oktober 2001)


Kübelpflanzen



· Empfindliche Kübelpflanzen einräumen oder in Hausnähe aufstellen oder gleich einräumen. Engelstrompete, Fuchsie, Wandelröschen und Margerite lassen sich vor dem Einräumen stark zurückschneiden, sollten jedoch ihre Form behalten. Bei Oleander und Eukalyptus ist Vorsicht geboten - schneidet man zuviel fallen auch die Blüten vom nächsten Jahr der Schere zum Opfer. Daher nur die ältesten Triebe an der Basis schneiden.

· Die Töpfe vor dem Einräumen regengeschützt ausstellen, abtrocknen lassen und nur leicht feucht ins Winterquartier stellen.


Ziergarten

· Für Stauden und Zweijährige (vor allem die Frühjahrs- und Sommerblüher) ist es nun die optimale Zeit um auf die Beete gepflanzt zu werden. Der Boden ist feucht, die Pflanzen können gut anwurzeln und im nächsten Frühjahr kann die Pflanze mit voller Kraft zu wachsen beginnen.

· Auch für Gräser ist die Pflanzzeit günstig. (Pampasgras jedoch unbedingt im Frühjahr).

· Die Blumenzwiebeln für Frühlingsblüher werden dieses Monat in Gruppen im Garten verteilt. Wenn Sie jetzt Krokusse, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Traubenhyazinthen und Winterlinge in dichten Gruppen pflanzen, wird es im Frühling ein prächtiges Farbenspiel geben.

· Narzissen möchten einen Standort, an dem Sie lange verweilen können. Besonders gut gefällt es ihnen vor Sträuchern und im Schutz von Bodendeckern.

· Gegen Ende des Monats beginnt die Pflanzzeit für Laubgehölze wie Rosen, Ziersträucher und Klettergewächse. Die neu gepflanzten Gehölze werden zurückgeschnitten, gut angegossen und mit einer schützenden Mulchdecke bedeckt.

· Dahlien ausgraben wenn der erste Frost die Blätter und Blüten vernichtet hat. Die fleischigen Knollen ausgraben, 'Stengel abschneiden und im Keller in feuchtem Sand einschlagen. Die Zwiebeln der Gladiolen, Freesien, Pfauenlilien und Knollenbegonien werden trocken überwintert.

· Dahlienknollen werden ausgegraben da sie frostempfindlich sind. Die Dahlienstauden vorher abschneiden, die Erde von den Knollen vorsichtig abschütteln und in kühle luftige Räume legen. Namenschilder nicht vergessen.

· Unkräuter aus Staudenbeeten entfernen. Unerwünschte Wildkräuter gehören noch einmal gejätet. Frisch mulchen.

· Es ist immer noch Pflanzzeit für Zwiebelblumen.

· Staudenstützen sollten entfernt werden sobald sich die Pflanzen braun färben oder faul werden, kranke Pflanzen vom Beet räumen. Auch andere Stauden, die nach Frostnächten nicht abtrocknen, sondern faulen, sollten zurückgeschnitten werden.

· Ziergräser schneidet man nicht im Herbst zurück, sondern man bindet die Halme zusammen, da sie den Wurzeln einen natürlichen Frost- und Nässeschutz bieten. Erst im Frühjahr kürzt man sie ein bzw. kämmt die immergrünen durch.


Zimmerpflanzen


Rasenpflege

· Man kann Anfang Oktober den Rasen noch eine Düngegabe geben. Mit Kali- betonter Düngung geht der Rasen gestärkt und frostfest in den Winter.


Teich



· Laub und abgestorbene Pflanzenteile auf dem Wasser fischen oder gleich ein Netz über den Teich spannen um zu verhindern dass Laub ins Wasser fällt. Es würden bei der Zersetzung Nährstoffe freisetzen die im Sommer das Algenwachstum fördern. Nicht winterharte Wasserpflanzen wie Wasserhyazinthe, Muschelblume oder Schwimmfarn holt man ins Haus um sie in Bottichen oder Aquarien zu überwintern.


Obst und Beeren



· Die letzten öftertragenden Himbeeren und Erdbeeren können vernascht werden.

· Pflanzzeit für Obstbäume: jetzt werden Obstbäume "wurzelnackt" - das heißt ohne Erdballen angeboten.

· Leimringe um die Obstbaumstämme legen. Im Oktober klettern die flugunfähigen Weibchen des Kleinen Frostspanners auf die Bäume um dort ihre Eier abzulegen. Die Raupen richten im Frühjahr oft große Schäden an.

· Brombeerranken die abgeerntet wurden schneidet man im Herbst um den neuen Trieben rechtzeitig Platz zu machen.


Gemüsegarten



· Die letzten Knoblauchzehen setzen!

· Zu ernten gibt es noch Endivien, Pflücksalat, Knollenfenchel, Kohlrabi, Chinakohl, Brokkoli, Weißkohl, Möhren, Rote Rüben, Sellerie, Radieschen.

· Es reifen an warmen Tagen noch die letzten Zucchini, Kürbisse, Gurken und Tomaten.

· An einem trockenen Tag die letzten Kartoffeln ausgraben!

· Vor der ersten Frostnacht die grünen Früchte abschneiden, in einem nicht zu warmen Vorratsraum aufhängen, dann reifen sie noch nach.

· Zucchini lassen sich noch wochenlang lagern!

· Möhren, Sellerie, Rote Rüben und Wurzelpetersilie bei harten Nachtfrösten in den Vorratskeller holen und in feuchten Sand einschlagen.

· Endivien, Lauch und Kohlköpfe in den Vorratsraum holen.

· Brokkoli und Zuckerhutsalat vertragen einigen Frost.

· Feldsalat, Rosenkohl und Schwarzwurzeln sind winterhart

· Der Boden im Gemüsegarten muss nicht automatisch umgestochen werden, nur sehr schwere Lehm und Tonböden müssen gewendet werden. So kann der Frost in die Schollen eindringen und sie fein zerkrümmeln. Bei mittelschweren und leichten Böden reicht es mit der Mistgabel zu lockern und zu belüften


Bonsai



· Drahten Eng gewordene Drähte müssen vorsichtig von den Zweigen geschnitten werden. Neue Drähte bringen Sie nur da an, wo die Zweige nicht zusätzlich gebogen werden müssen.

· Gießen Gießen Sie, wo es notwendig ist. In den nächsten zwei Monaten können die Töpfe immer noch austrocknen, auch wenn die Oberfläche durch Nebel und Tau noch feucht aussieht! Meist können Sie durch das Gewicht des Topfes abschätzen, wie nass die Erde ungefähr ist.

· Allgemein Die Hygiene ist wichtig. Alles Störende wird von Bäumen und Schalen entfernt. Halten Sie Ausschau nach Pflanzen, die sich zu Bonsais umformen lassen. Nehmen Sie aus dem harten Holz Stecklinge. Säen Sie hartschalige Samen im Freien aus. Denken Sie jetzt schon an den Winterschutz.