DER GARTENKALENDER

            Sepember



Allgemeines

· Herbst ist wieder Gestaltungszeit. Beete anlegen oder Teilbereiche umgestalten ist immer wieder notwendig. Im Herbst gepflanzt haben die Pflanzen noch genug Zeit um gut einzuwurzeln und im Frühjahr dann gestärkt auszutreiben.

· Hochbeete sind sehr praktisch zum Pflegen und ernten, vor allem im Gemüsegarten. Eine einfache Variante ist Hanglagen die Steigung nutzen anstatt einzuebnen.

· Keine Düngung mehr im September.


Kübelpflanzen

· Kübelpflanzen standsicher machen bevor die Herbststürme kommen, nicht mehr düngen.


Ziergarten

· Eine freiwachsende Hecke wirkt oft langbeinig und kahl. Dagegen hilft eine Unterpflanzung mit Stauden oder niedrigen Büschen. Diese breiten sich am Fuße der Hecke aus und runden das Bild ab.

· Pflanzzeit für Zwiebelblumen. Die meisten Zwiebelblumen wirken in Gruppen gepflanzt besser als wahllos im Garten verteilt.

· Immergrüne Laubgehölze und Nadelgehölze können geschnitten werden.

· Pflanzzeit für Stauden und Gehölze. Den Boden gut vorbereiten, oberflächlich mit Kompost verbessern und alle Pflanzen vor dem Einsetzen gründlich wässern, am besten in Wasser tauchen bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wenn ihr Boden nicht gut ist oder Sie keinen Kompost zur Verfügung haben kaufen Sie gute, auf die Pflanzen abgestimmte Pflanzerde. Mit einem guten Start haben Sie danach viel Freude mit gesunden, starken Pflanzen.

· Große oder überalterte Staudenhorste können jetzt geteilt werden. Dazu mit der Grabegabel die Pflanzen herausheben, mit einem scharfen Spaten teilen und ein Teilstück wieder einsetzen.

· Samen von Sommerblumen ernten, kühl und trocken aufbewahren. Im Frühjahr aussähen.


Zimmerpflanzen

· Gegen Ende September die Zimmerpflanzen von Balkon und Terrasse hereinholen.


Rasenpflege

· Rasen anlegen

· Spätsommerkur für den Rasen mit vertikutieren, nachsähen und düngen. IM Herbst wird nicht mehr Stickstoffbetont gedüngt, sondern mit Spezialdüngern mit einem hohen Anteil an Kalium. Das bereitet den Rasen besser auf die kalte Jahreszeit vor, die Zellwände werden gestärkt und gefestigt.


Obst und Beeren

· Fallobst aufsammeln

· Hagebutten sind die Früchte von Wildrosen und reich an Vitamin C. Dafür müssen die Früchte geerntet werden wenn sie rot aber noch nicht weich sind. Die Kerne entfernen und sofort weiterverarbeiten.


Gemüsegarten

· Bis Ende des Monats alle empfindlichen Gemüse ernten. Tomaten, Gurken, Paprika und auch Zucchini reifen bei zu niedrigen Temperaturen nicht mehr aus.

· Freie Beete können noch mit Radieschen, Vogerlsalat oder Winterspinat bestellt werden. Jungpflanzen von Kopfsalat oder Endivie können Anfang des Monats noch gesetzt werden.

· Knoblauch zwischen Erdebeeren setzen.


Bonsai



· Schnitt Wunden heilen bis Mitte August schnell. Zu starker Schnitt fördert erneute Triebe, die sich bis zum Herbst nicht mehr voll entwickeln können. Noch immer können Sie Jins und Sharis gestalten.

· Ausschnitt Ausbrechen junger Triebe ist jetzt nicht mehr so wichtig. Nur Wacholder wächst noch kräftig weiter. Blattschnitt ist in diesem Monat nicht mehr angebracht.

· Drahten Neu angebrachte Drähte an Laubbäumen zeigen erst im kommenden Jahr, wenn der Baum wieder weiterwächst, einen Effekt. Koniferen hingegen können Sie jetzt noch gut drahten - besonders Wacholder.

· Gießen Die Bäume "trinken" noch genausoviel wie im Juli. Ausgetrocknete Töpfe müssen sich gründlich vollsaugen können. Wenn die Erde fest geworden ist, steht das Wasser an der Oberfläche und läuft an den Seiten ab, ohne die Erde zu durchtränken. Wenn das geschieht, stellen Sie lieber den ganzen Topf für eine halbe Stunde ins Wasser.

· Düngen Geben Sie in den ersten Wochen nur noch wenig Stickstoff, in der letzten Woche gar keinen mehr.

· Allgemein Entfernen Sie Unkraut, absterbende Blätter und unerwünschte Triebe. Prüfen Sie die Bäume auf Schädlinge. Kiefernzweige, die Sie drahten möchten, entnadeln Sie vorher. Nehmen Sie noch weiter Stecklinge. Abmoosen ist nur bis Anfang August sinnvoll. Für größere gestalterische Eingriffe durch Schnitt ist es jetzt zu spät, denn die entstehenden Triebe wären bis zum Winter noch nicht kräftig genug.